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Sonntag, 12. September 2010

Erste Anzeichen von Herbst

Ich wünsche einen wunderschönen Tag.

(Bin ich froh, dass ich 's noch innerhalb dieser Woche schaffe, upzudaten! Puh!)

Also, letzte Woche sind einige spannende Sachen passsiert. Mit den meisten hatte ich allerdings nichts zu tun, weil ich lernen musste. Das werde ich auch, sobald ich hier fertig bin, wieder tun.
Die verhältnismäßig kurze Liste meiner Abenteuer, ist dennoch recht ansehnlich.

Zunächst bin ich am Samstag (vor ner Woche) mit Alex ins Kino gegangen (in Blackstone Valley). Wir waren in Vampires Suck, der auf deutsch Beilight heisst, was ich fast noch brillianter finde. Der Film war durchaus amüsant, trotz komischer kleiner Kinder und einiger unnötig ekliger Szenen. Vorher allerdings haben wir uns jeweil ne Wasserflasche gekauft. (Ja, jetzt wird's richtig spannend!) Meine sieht so aus:

Ich find sie toll. Bin absolut begeistert.

Danach waren wir bei Qdoba essen. Das ist ein bisschen wie Subways für mexikanisches Essen und total lecker. Außerdem kriegen Clark Studenten Rabatt auf Getränke. Wir sind mit dem Student Union Shuttle Bus dahin gefahren, was schon ein Abenteure für sich war. Im Internet wurde von einem Van gesprochen, der sich aber als großer, gelber Schulbus herausstellte. Die Busfahrerin erinnerte an Otto aus den Simpsons. Ihre Fahrweise und ihr Musikgeschmack auch. war spannend.
Der Bus hält in den Blackstone Valley Shops an zwei Stellen, und wir wollten nicht direkt am Kino raus, weil wir ja noch einkaufen wollten. Das hatten natürlich den Nachteil, dass wir nicht genau wussten, wo am Kino wir wieder einsteigen können. Uns war natürlich nicht bewusst, dass das Kino zwei Eingänge hat. Uns war ebenfalls nicht bewusst, dass alle Leute, die wir gefragt haben, wo der Bus hält, keine Ahnung hatten, und uns zum falschen Ausgang geschickt haben. Außerdem halten wohl mehrere gelbe Schulbusse am Kino. So haben wir den vorletzten Bus verpasst, der ca 15 Minuten nach Ende des Films abfahren sollte, und sind hinter dem falschen Bus hergerannt, bevor wir, nach einer Stunde und 15 Minuten endlich im letzten Bus nach Clark saßen.
Als wir endlich zuhause ankamen, waren auch Ryanne und Jason da, und wir verbrachten die zweite Nacht in Folge bis 2 Uhr morgens damit, uns auf der Couch zu unterhalten.
Samstag Morgen, wie übrigens auch gestern, habe ich Pancakes gemacht. Die waren sehr beliebt, Allerdings habe ich letzte Woche mein Rezept verdoppelt, damit ich auch genug für alle hab. Es stellt sich heraus, dass Pancakes recht sättigend sind, und wir den Berg Pancakes unmöglich schaffen konnten, so dass wir für den Rest der Woche noch Pancakes im Kühlschrank hatten. Diese Woche hab ich nur das einfache Rezept gemacht, und es hat für alle gereicht.

Dann passierte ne ganze Weile nichts.

Dann war Donnerstag. Donnerstags hab ich frei. Ich mag Donnerstage. Wir hatten für den Abend wieder einen Videoabend geplant. Jason hatte am Wochenende ein Baguette gekauft und bei uns vergessen. Natürlich mussten wir es einfrieren, um später Garlick Bread draus zu machen. Also gab's am Donnerstag Spaghetti mit Tomaten-Champignon Sauce mit Salat und Knoblauchbrot. Allerdings haben wir keine Videos geguckt. An dem Abend war eine Graduate Student Welcome Party, und wir sind stattdessen da hin gegangen. Die sollte bis 2 Uhr morgens gehen, und wir dachten, so lange bleiben wir nie! Um halb zwei waren wir auf dem Heimweg. Hat Spass gemacht.

Am Freitag war dann das Dinner Social des Englischen Semiars. Das ist ein netter Abend, an dem die Dozenten Essen mitbringen und gegrillt wird, und die Graduate Students die Mitarbeiter des Englischen Seminars besser kennen lernen können. Dieses Jahr war es in der American Antiquarian Society (AAS), und wir haben vorher eine Tour der Bücherei bekommen. Da findet sich fast alles, was vor 1876 in den Staaten gedruckt wurde. Hatte eine Zeitungsseite aus 1620 in der Hand. Auf Niederländisch. Das war insgesamt sehr cool und total interessant. Danach das Dinner in einem Haus, das dazu gehört. Eigentlich waren wir meistens im Garten, wo das ein oder andere Badminton Spiel ausgefochten wurde. Ebenfalls ein sehr angenehmer Abend. Hab die Verlobten und Frauen einiger Kommilitonen kennengelernt, und mich etwas mit den Dozenten ausgetauscht.

Da ich ja bald Geburtstag haben (darf ich vorstellen: Leser, Zaunpfahl, Zaunpfahl, Leser.) haben meine Mitbewohner (wenn ich das schreibe, meine ich meistens Ryanne und Alex, manchmal auch Jason ;-) ) entschieden, sie wollen mir einen Kuchen backen. Da ich aber so'n komischer Veganer bin, hab ich das Rezept zur Verfügung gestellt. Es wird ein Apfelkuchen.
Dafür braucht man natürlich *Trommelwirbel* Mehl. Ja. Aber auch Äpfel. Es wurde schnell entschieden, dass die Äpfel aus dem Supermarkt auf keinen Fall gut genug sind, und dass wir wohl selber pflücken müssen. Was uns endlich zu den Photos bringt!!

Wir wollten eigentlich heute los, aber gestern war so ein schöner Tag und heute sollte es wolkig werden (was sich als wahr herausgestellt hat, wer hätte das gedacht). Also haben wir das spontan gestern gemacht. Wir waren bei Tougas Family Farm, wo man neben Äpfeln auch unterschiedliche Beeren, Kürbisse und Pfirsiche pflücken kann, allerdings hatten nur Äpfel und Kürbisse Saison. Aber wir brauchten ja Äpfel.


Man kann auf der Plantage neben unterschiedlichsten Apfelgebäcken auch naturtrüben Apfelsaft kaufen. Hier heißt der Cider. In England ist das was anderes. Ryanne und ich fanden den recht lecker, wobei ich sagen muss, dass der Saft schon süßer war, als er in Deutschland wäre.


Die Apfelplantage war in voller Blüte (wenn man das so sagen kann, wenn die Blüten alle schon weg sind), und wir konnten aus unterschiedlichen Sorten auswählen.


Wenn man hier Äpfel pflücken will, bezahlt man für eine Tüte einer bestimmten größe, und man kann so viele Äpfel mitnehmen, wie in die Tüte passen. Außerdem kann man essen, so viele man will (was übrigens bei Erdbeeren wesentlich einfacher ist).

Es war ein wunderschön sonniger Tag und wir sind zwischen unzähligen Reihen Apfelbäumen hergelaufen und haben alle möglchen Sorten gepflückt. Das wir dabei im Schatten ware, war durchaus vorteilhaft.


Jason, der übrigens ein Auto hat, was unheimlich praktisch ist, weigerte sich, die Tüte abzugeben, und schleppte sich dementsprechend einen ab, wie es sich für einen männlichen Mann gehört.


Wir haben Äpfel für den Kuchen gefunden, und noch gefühlte 20kg mehr. (War nicht ganz so viel, aber in so ne Tüte passt mehr, als man denkt!) Wir haben Unmengen an Äpfeln. Also, Apfelpfannkuchen, Apfelmus, Apfelkompott, Apfelenchiladas, Bratäpfel, Äpfel mit Honig (eine Tradition zum jüdischen Neujahr), Äpfel roh, ..........

Im Preis für die Tüte war auch die Fahrt vom Fresstempel/Streichelzoo/Infozentrum zu den Apfelbäumen enthalten (alles andere wär auch ein Unding). Diese Fahrt war ebenfalls amüsant.


Wir wurden in einem Heuwagen hin und her gekarrt, was für die komischen High School Mädels in ihren Hot Pants, die uns gegenüber saßen, nicht ganz so angenehm war, weil wir auf Heuballen saßen. Wir hingegen, passend gekleidet wie wir waren, fanden das ganze recht lustig.

Ein zweites Highlight an diesem Tag ließ auch nicht lange auf sich warten. Auf der Tougas Farm gab es Kettle Corn! Da kann jetzt keiner was mit anfangen, aber das hab ich in Cumberland total gerne gegessen, und ich dachte, das gibt's nur da, und dann finde ich's in Mass! Wohoo!

Es liegen klare Anzeichen von Herbst in der Luft, auch wenn die Bäume sich noch nicht zum Indian Summer durchringen können. Äpfel pflücken und Kettle Corn gehören schon mal in die Jahreszeit.

So, jetzt seit ihr wieder auf Stand.
Und ich hab knapp 2 Stunden mit diesem Blog verbracht, statt zu lesen. Das werde ich mit dem Rest meines Tages machen. Und dem Tag danach, und dem Tag danach... Aber immerhin mehr Literatur als Theorie.

Liebe Grüße,
Julia

Donnerstag, 2. September 2010

"Jede Woche" heißt nicht "alle sieben Tage"

Guten Tag.
Also, das Erste mal zuerst. Ich hab beschwerden gekriegt, weil ich "sooo lange" nicht mehr gepostet habe. Ich bin seit 3 Wochen hier, und hab schon 4 Posts geschrieben, dies ist der 5. Ergo hab ich noch 2 gut. ;-)

Gut, bin ja wieder hier. Sogar mit Photos! Aber dazu später.

Ich war im Fitti. Davon hab ich Blasen an den Füßen gekriegt. Kann man mal sehen, wie oft ich die Sportschuhe, die ich in Harrogate gekauft hab, schon anhatte. Am Tag danach war ich wieder im Fitti, aber ich konnte nicht so lange auf's laufband, wie ich wollte, wegen der Blasen, darum hab ich mich von den Cardiogeräten abgewand um mich den Gewichten und zugehörigem Gerät zu widmen. Hier stellte ich einen seltenen Anblick dar. Die Männer dort wussten anscheinend an diesem wohl heiligen Ort mit meiner Spezies nichts anzufangen. Es gab konfuse Blicke, aber niemand traute sich zu fragen, ob ich mich verlaufen hab. Falls das zu subtil war: ich war die einzige Frau in dieser Männer Domäne und hab eizig durch meine Anwesenheit einige Leute aus dem Konzept gebracht (und an meiner umwerfenden Attraktivität kann's in DEM Aufzug sicher nicht gelegen haben). Die haben genau gesehen, dass ich nicht immer wusste, wie die Geräte funktionieren, aber mal ein Wort sagen? Um Gottes Willen!
Wie auch immer, meine Arme und mein Rücken hassten mich dafür. Aber ich glaube, sie haben mir mittlerweile verziehen.
Da es hier im Moment wieder um die 30 Grad ist, haben wir den Pool für uns entdeckt. Clark hat einen. Da kann man Bahnen schwimmen, und das haben wir diese Woche 2 Mal gemacht, einmal direkt nach unserem Cardio Training, was besonders geil war.

Am Montag bin ich zu einer Chorprobe gegangen und bin seit dem Mitglied im Clark Concert Choir. In 3 Wochen haben wir unseren ersten Auftritt. Ich brauch irgend was neben der Uni, wo ich Leute treffe, die nicht mit mir studieren, und wo ich nicht total verdumme, da dachte ich, so'n Chor wär ne gute Sache. Ryanne macht ab nächste Woche auch mit.

Am Wochenende wollten Ryanne, Alex und ich eigentlich mit dem Outing Club hiken gehen, aber die werden von den Undergraduates (Bachelor-Studierenden) finanziert, und können nur Graduates mitnehmen, wenn keine Undergrads mehr mit möchten, und hatten leider keinen Platz mehr für uns. Da sind wir einfach selber losgegangen.
Und zwar zu Purgatory Chasm (Purgatory = Fegefeuer).


So lernt ihr auch mal meine Mitbewohnerinnen kennen!


Dieses Photo stammt vom Anfang der Reise. In der Mitte ist Alex und rechts steht Ryanne. Ihr Freund Jason war auch dabei und hat das Photo gemacht.

(Jason hier im Bild links) Wir sind da also für ne Stunde durch den Wald gestapft, und um den tatsächlichen Chasm (dt. Erdspalte, Schlucht) drum rum gelaufen.
Es war eine gute Entscheidung da hin zu fahren. Nicht nur war es fast komplett schattig, nein, wir haben auch noch auf dem Hinweg ein Eis gegessen.

Über kurz oder lang kamen wir aber doch am Chasm an. Hier Ryanne und Jason beim erklimmen der Felsen.


(Man bemerke, dass ich bereits oben bin, ich hab das also auch gemacht.

Und sie sind tatsächlich angekommen!

Man ignoriere die kleinen Kinder. Es war tatsächlich nicht sonderlich aufwändig. Im Grunde genau die richtige Herausforderung für einen heißen Tag.

Und ein Nachher- Photo. Im Sitzen.

Hat Spass gemacht!

Danach hab ich mich wieder meinen Büchern gewidmet. Uni hier ist wesentlich leseintensiver als in Deutschland! Mein Stapel Bücher für die fisselligen 4 Kurse, die ich hab, ist fast so hoch wie mein Schreibtisch. Und drei davon muss ich quasi bis nächste Woche lesen. Das wird ein paar Wochen dauern, bis ich richtig drin bin, aber ich glaube, dass ich unheimlich viel mitnehmen werde, darum ist das schon ok.

Ich hab mittlerweile 3 Mitbewohnerinnen. Nancy aus China leidet allerdings noch etwas unter Jetlag (12 Stunden Zeitverschiebung ist hart). Macht aber soweit nen netten Eindruck.

Heute haben wir WG Video Nacht. Das wollen wir mindestens alle 2 Wochen machen. Wir kochen gleich was zusammen, und dann gucken wir nen Film.

Hab sicher irgend was wichtiges vergessen, aber ich muss jetzt in die Küche.

Bis zum Nächsten Mal!

Liebe Grüße

Julia

P.S.: Hab heute die Küche mit Keksen eingeweiht, die an alle gingen, die hier bisher toll waren (die IT Leute, die Handwerker, mein Boss (der übrigens total nett ist, und mich mit frischem Gemüse aus dem Garten seiner Frau versorgt!)). Sind super geworden, und ich musste ein paar mal das Rezept rausgeben!

Montag, 23. August 2010

Week One

Ich wünsche einen wunderschönen guten Tag.

Heute hat für mich die Orientierungswoche begonnen. Ich hab die übrigen (12) Masterstudenten kennengelernt und die ersten Infos zum M.A. Programm erhalten. Das war zwar verhältnissmäßig informativ, aber nicht sonderlich spannend.

Die Woche vorher hatte da schon mehr zu bieten!
In meinem Zimmer hat sich sehr viel getan! Meine Fenster wurden repariert, mein Schrank auch, meine Steckdosen wurden überprüft, die Löcher in den Wänden wurden zugespachtelt und - man höre und staune - mein Zimmer wurde anschließend komplett gestrichen! Das heißt, ich kann endlich anfangen vernünftig zu dekorieren! Ales ist fertig! (Wenn nicht Freitag Abend die Jalousie vom Fenster gefallen wäre.... Liegt jetzt auf meinem Fußboden. Da kommt demnächst einer, und repariert das...)

Außerdem hab ich jetzt 2 Mitbewohner! Die Zweite hat im Bachelor Deutsch studiert und fragt mich immer mal wieder nach Vokabeln. Eine ist also sehr stolz auf ihre deutschen Wurzeln, und die andere hat's studiert. Die dritte Mitbewohnerin, die noch nicht hier ist, ist Asiatin und wird sich wohl erst dran gewöhnen müssen....

Ich war Freitag Abend mit Ryanne (mit den deutschen Wurzeln) und ihrem Freund Jason Pizza essen (bei Fantastic Pizza nebenan), und Samstag mit Alex (-andria, ehem. Deutschstudentin) in den Shoppes at Blackstone Valley shoppen. Gestern haben wir uns in Jasons Auto gequetscht und sind zu Trader Joe's gefahren (ein Aldi-Ableger, der aber ganz - ganz - anders ist). Da kann man als Veganer super einkaufen! Überhaupt hab ich hier bisher noch kein Problem gehabt. Die Pizzaria und der Chinese nebenan haben beide einiges für mich auf der Karte, und meine Küche ist auch ganz gut ausgestattet (wenn ich sie ausstatte. Mir fehlen noch ein paar Basis-Sachen, aber ich koche eigentlich mindestens einmal täglich).

Gleich gehen wir drei - man höre und staune abermals - ins Fitness Center. Das ist für Ryanne normal, und Alex war nur noch nicht da, weil sie ihre Student ID Karte noch nicht hat und darum einen Clarkie braucht, der sie als Gast mitnimmt, aber für mich wird das nach langer Abstinenz das erste Mal sein, dass ich Cardiotraining mache (Training überhaupt, aber immerhin weiß ich, welche Gerätegruppe für Cardiovascular Training benutzt wird).
Wir kommen sehr gut miteinander aus. Ich hoffe, meine dritte Mitbewohnerin ist ähnlich nett.

WICHTIGE INFORMATION: Ich habe seit heute eine AMERIKANISCHE HANDYNUMMER, die ich gerne rausgebe, aber nicht im Blog posten werde.
Da dies mit einer neuen Simkarte, nicht aber mit einem neuen Handy einhergeht, ist meine DEUTSCHE HANDYNUMMER AB SOFORT NICHT MEHR ZU ERREICHEN.

Wer mir also hin und wieder eine SMS schicken möchte (was so oder so für beide verhältnismäßig teuer ist), muss dies jetzt auf meine amerikanische Nummer tun.
Ich hab eine kleine Änderung an meiner Adresse vorgenommen, allerdings kommt Post auch an die vorher gepostete Adresse an. Nur zur Sicherheit steht Clark University jetzt auch mit drin.

Am Samstag, als ich shoppen war, war das Wetter noch super, aber seit Sonntag ist hier bestes Münsterwetter. Das ist an sich natürlich kein Problem. Allerdings wären wasserfeste Schuhe möglicherweise eine gute Investition gewesen. Das mach ich dann im Laufe der Woche. Ich brauche anscheinend auch Schneeschuhe (aber nicht akut!), und Gummistiefel. Warm und wasserfest sind wohl insgesamt keine schlechten Eigenschaften für Schuhe.

So, das solls auch schon wieder gewesen sein. Ich geh in ner Stunde ins Fitti und muss jetzt erstmal gucken, ob ich für solch ungewöhnlichen Anlässe überhaupt die notwendige Ausrüstung habe ;-)

Liebe Grüße
Julia

Donnerstag, 12. August 2010

Welcome to Worcester

Ich wünsche einen wunderschönen guten Tag!

Ich bin gestern Abend gegen halb 6 auf dem Campus angekommen, aber natürlich nicht ohne Umwege.
Zunächst sollte mein bestelltes Taxi mich um 15:30 am Flughafen abholen. Die Zeit haben die Leute vom Taxidienst vorgeschlagen, weil ich um 14:45 ankommen sollte. Der Flieger hat zwar pünktlich gelanded, aber leider war ich um 15:30 noch am Immigration Desk. Ich war der letzte Passagier dort... Dann musste ich noch durch den Zoll, wo meine Koffer natürlich geöffnet und durchsucht wurden. Dadurch war ich dann ungefähr ne viertel Stunde zu spät für mein Taxi, aber nach einem Anruf bei dem Taxiunternehmen kam sehr schnell Ersatz, und ich hatte den ganzen Van für mich. Die einstündige Fahrt nach Worcester war auch schon nach 90 Minuten zuende.
Nachdem ich dann meine Koffen einzeln 2 Stockwerke hochgeschleppt habe, kam ich in meiner Wohnung an. Teile davon sind etwas abschreckend, so ist der Herd zwar im Bereich der Heizelemente sauber (beim Ofen kann ich das noch nicht ganz beurteilen), aber ein paar Gläser mit Gewürzen kleben an dessen Oberfläche fest..., aber insgesammt macht sie einen guten Eindruck.
Die "Lounge" ist ein etwas breiterer Flur mit einem Sofa und einem Tisch, aber das Bad ist größer als meins in Münster.

Mein Zimmer hat Fenster an zwei Seiten und, seit ich gestern Abend mit dem Elektriker gesprochen habe, sogar Licht!
Ich trau' mich noch nicht, meine Sachen einzuräumen, weil ich noch keinen Eimer und Lappen gefunden hab um die Oberflächen ab- und die Schubladen auszuwaschen. Bisher konnte ich da nur durch und drüber saugen, und es ist wahrscheinlich kein Problem, aber ich weiß ja nicht, was meine Vormieter hier so gemacht haben, darum möchte ich lieber vernünftig sauber machen.

Wie der Jetlag es so will bin ich seit 6 Uhr auf den Beinen und werde bereits wieder müde, obwohl es hier erst halb 8 ist. Die Zeit heute Morgen habe ich natürlich sinnvoll genutzt! Ich war zum Beispiel beim ITS Help Desk um meinen Laptop mit dem hiesigen Internet zu verbinden. 3 Mal. In der Bib, wo das Help Desk ist, funktionierte alles super, bei mir zuhause nicht, in der Bib gings dann wieder, zuhause nicht, am Telefon mit dem Help Desk von zuhause aus (weil das Problem ja irgendwo da liegen musste) ging auch nichts, auch bei deren Rückruf nach Software update ihrerseits lief's nicht, aber ein paar unwissende Knopfdrücke später hatte ich plötzlich - und vollkommen unerwartet - Zugang zum Drahtlosnetzwerk! Heureka!

Außerdem hab ich mich im Intercultural Office und im English Department gemeldet. Danach habe ich rausgefunden, dass "in walking distance" und "zu Fuß erreichbar" zwei klar von einander zu trennende Konzepte sind. In einer Infobroschüre des Intercultural Office werden, u.a., Supermärkte in der Gegend aufgezählt. Die sind teilweise mit einem "^" gekennzeichnet, wenn man da hin laufen kann, und mit einem "*" wenn der University Police Escort Service (jaha!) einen da hinbringen kann. Keiner von den Supermärkten ist "in walking distance". Nach einem Feldversuch meinerseits kann ich allerdings berichten, dass zumindest einer innerhalb von 10 Minuten "zu Fuß erreichbar" ist, wenn nicht schneller. Ich werde in den nächsten Tagen versuchen rauszufinden, welche der anderen nicht als "in walking distance" gekennzeichnete Orte "zu Fuß erreichbar" sind.

Das Wetter ist super! Ich lauf in kurzer Hose und Sandalen (...Schlappen...) rum und die Sonne scheint fröhlich auf mich runter (naja, nicht im Moment, ist mittlerweile viertel vor 8 und ich bin drinnen, aber ihr wisst, was ich meine).

Im Moment kann ich sagen, dass alle sehr nett sind, und ich mich sicher innerhalb der nächsten Tage ohne Probleme auf dem Campus zurecht finden werde.

Ich schreibe meine Adresse in die Spalte rechts. Meine Post geht ans English Department, und ich sammel sie da ein. Ich habe auch ne Telefonnummer (und Skype!), die ich gerne mitteile, aber ungern online stellen möchte.

Das war's erstmal für heute. Unzusammenhängendes und Tippfehler schiebe ich auf den Jetlag (den ich dafür ausnutzen werde, bis es auffällig wird).

Ich hatte den ganzen Tag meine Kamera dabei, sogar an einem leicht erreichbaren Ort, aber ich habe kein einziges Photo gemacht. Das wird sich bald ändern und die Ergebnisse seht ihr dann hier.

Liebe Grüße (ha! Eigener Laptop, eigene Umlaute!)

Julia

P.S.: Der Sitzplatz neben mir im Flugzeug (Mitte von drei) war doppelt besetzt, darum wurde einer der beiden in die Business Class hochgestuft. Unfair, sowas, vorallem für den anderen. Und für die Partnerin des einen. Ich hatte mich, aufopfernd wie ich bin, angeboten den Platz zu übernehmen, aber er wollte wohl nicht am Gang sitzen ;-)