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Montag, 25. April 2011

Frohe Ostern!

Hallo zusammen!

Dieser Blog hat sich in letzer Zeit zu einer semi-monatlichen Veranstaltung entwickelt.... Das war nicht der Plan... Werde versuchen das zu rektifizieren!

Der Grund für diese Entwicklung liegt wahrscheinlich an meinem akademischen Streben. Der Draft meiner Masterarbeit, an dem sich die mündliche Verteidigung orientiert, musste Samstag fertig sein, darum hab ich die letzten 2 Wochen nicht viel anderes gemacht.

Dennoch hab ich ein paar Sachen zu erzählen. Vorletzten Sonntag, zum Beispiel, nachdem ich eine vorläufige Version meiner Arbeit an meine Erstleserin geschickt habe, bin ich mit Ryanne, Jason, und einer Freundin zum Worcester VegFest gefahren. Das ist eine Messe wo vegetarische und vegane Produkte und Vereine vorgestellt werden. Außerdem gibt' Vorträge und Unterhaltung. Und gratis Essen. Das hat Spass gemacht, vorallem, weil einige der vegan/vegetarischen Restaurants in Worcester, die ich noch nicht ausprobiert habe, auch vertreten waren, und ich deren Essen probieren konnte!

Am Freitag hatte mein Chor ein Konzert, welches super gelaufen ist, und mich davon abgelenkt hat, dass mein Laptop an diesem Tag bevor mein Draft fällig war ins Koma gefallen ist, was mich dem Hyperventilieren nahe gebracht hat. Chor war dann recht therapeutisch. Danach hab ich noch ein bisschen gearbeitet. Samstag bin ich dann um 6 aufgestanden, dann hab ich um 9:30 zwei Stullen mit Marmelade gehabt, und als ich um 16 Uhr alles fertig hatte, hab ich Mittag gegessen. Ich bin nicht sicher, wie das funktioniert hat. Normalerweise funktionier ich nicht so. Was tut man nicht alles!

Aufgrund von viel Stress hab ich am Freitag nicht, wie geplant, Struwen gemacht, sondern habe das ganze auf Sonntag verlegt. Samstag Abend hatte Alex eine Party in unserer Wohnung, und ich kannte ein paar Leute da, aber irgendwie hatte ich keine Lust mich unter Leute zu mischen (und das Verhältnis bekannter zu unbekannten Personen war auch eher unpraktisch). Hab mir einen schönen Abend ohne akademische Verpflichtungen gemacht, und ohne versehentlich in Bier geduscht zu werden.
Sonntag war dann endlich Zeit für Struwen. Immerhin am Osterwochenende, hab ich mir gedacht. Ich musste das erste Mal mit Trockenhefe arbeiten, weil ich nicht genug Frischhefe hatte, hat aber super funktioniert. Tadaa!


Was mich besonders freut, ist, dass diese Struwen vegan sind. Ich hab die Milch und das Ei im Rezept ersetzt, und es hat trotzdem wunderbar geklappt. Das heißt, dass ich diese Tradition nicht aufgeben muss, und sie später selber weitertragen kann.
Natürlich verstehen die Amis nicht, wie man sowas als Hauptgericht essen kann. Komische Leute.
Und ich hab gelernt, dass Struwen ja mal überhaupt nicht Pesach-freundlich ist. Meine jüdischen Freunde hier verzichten seit Dienstag (und bis Dienstag) auf gesäuertes Brot (und andere Sachen), und Struwen sind nun mal mit unmengen Hefe gemacht. Struwen haben aber, meines Wissens, auch nicht viel mit dem Christentum zu tun, oder? Weiß einer, warum wir die Essen? Ist ja nicht mal wirklich das Ende der Fastenzeit, dafür isses eigentlich zu früh.... Außerdem: isst man in ganz Deutschland Struwen, oder nur bei uns in der Gegend? Fragen über Fragen....

Das war so ziemlich mein Ostern. Ich hab noch bis einschließlich nächsten Montag Uni, dann ist das Semester vorbei. Eine Woche Prüfungen, und fertig. Ich hab keine Prüfungen, sondern muss 3 Hausarbeiten schreiben (zwischen 10-20 Seiten), ist aber kein Problem. Danach gut 40 Klausuren korrigieren, und dann bin ich hier fertig. Nächste Woche ist meine Mündliche.
Kurz nach der Prüfungswoche fahr ich für eine Woche nach Wisconsin. Diesmal sogar mit einem Flug direkt nach Madison (hin über Detroit (glaub ich), zurück über Chicago), statt nach Chicago und dann 3 Stunden Bus fahren!

Wenn ich wieder komme muss ich aus meiner Wohnung ausziehen, und kann - gegen Geld - in ein anderes Studentenhaus ziehen (dieses kriegt ne lange fällige Generalüberholung, darum darf im Sommer keiner bleiben). Ich werde keine Zeit bei Ryanne verbringen, weil der Mai dort rech stressig ist, aber Ryanne, Jason und haben eine Trip nach New York geplant, und ich werde vielleich für 2 Tage ein Auto mieten, und mir Cape Cod und Plymoth ansehen. Auto für zwei Wochen ist etwas teuer, aber für ein paar Tage hier und da... durchaus machbar. Mein Neuengland Reiseführer ist mittlerweile angekommen, das Planen kann also losgehen!

Ende dieser Woche hab ich noch ein Chor Konzert, zusammen mit den Chören fast aller Unis in Worcester. Wir proben seit März zusammen, und werden am 1.Mai endlich zusammen auftreten.
Außerdem hat das Englische Seminar ein letztes Fest am Freitag, wo ich natürlich auch hingehen werde.

Wenn alles so läuft, wie ich's gerne hätte, werde ich Sonntag nach dem Konzert wieder hier sein. Wir werden es erleben.

Für heute soll's das aber gewesen sein!

Liebe Grüße
Julia

P.S.: Bei uns ist es meistens zwischen 5 und 15 Grad. Zwischendurch haben wir mal den ein oder anderen sehr schönen Tag mit knapp 20 Grad. Heute hat's fast den ganzen Tag geregnet. Das ist voll unfair.

Mittwoch, 30. März 2011

Follow up

Hallo zusammen!

Zunächst hab ich hier ein paar Fotos von Kates Party:


Sämtliche Damen waren in Kleider gehüllt, die Präsentierbarkeit der Herren variierte leicht, allerdings auf hohem Niveau.



Wollt' ich nur kurz eingeworfen haben (das sind übrigens Jackie und Kate, deren Körperhöhe und Haltung mich unheimlich groß wirken lässt).

Als der Zahnarzt... Da war ich so 1 1/2 Stunden beschäftigt. Anscheinend muss an meinen Zähnen einiges getan werden (z.B. Füllungen erneuern, die schon länger da sind, und einfach irgendwann ersetzt werden müssen). Ohne Versicherung würde mich die Angelegenheit1326$ kosten. Aber ich bin ja versichert, darum wollen sie nur 303$ von mir haben. Die Ärztin, der Manager, mit dem jeder Patient spricht um die Bezahlung zu organisieren, und die Zahnreinigerin sind sich alle einig, dass sie auch lieber ein paar Monate warten würden, bevor sie sich behandeln lassen, wenn sie an meiner Stelle wären. Ich werd'd also im Juni mal bei meiner Zahnärztin in Nordwalde vorbeischauen.

Gestern hab ich mich mit meiner Erstleserin getroffen. Mein Ziel ist es, meine Masterarbeit mündlich zu verteidigen, bevor ich zurück nach Deutschland fliege, und damit um die 1000€ spare. Meine Leserin sagte mir gestern, dass sie am 12. Mai das Land verlässt, und wir das ganze somit vorher erledigen müssen. Sie meinte, sie hätte mir das die ganze Zeit gesagt, und ich hab immer Juni gehört. Ich erinnere mich an nichts dergleichen.... Ich muss also sehr bald einen guten Draft meiner Arbeit abgeben, den ich über den Sommer noch mit mehr Sekundärliteratur anreichern sollte, etc. Das ist jetzt mein Hauptfokus. Bis auf zwei am Ende des Semesters hab ich alle Hausarbeiten hinter mir, daher kann ich mich jetzt erstmal darauf konzentrieren. Und auf die Klausuren, die meine 45 Kunstgeschichtler am Montag schreiben.

Mein Chor hat demnächst ein Konzert mit den Chören fast aller Unis in Worcester (wir haben mindestens 8). Dafür haben wir letzten und diesen Mittwoch als ganze Gruppe geprobt. Das war schön! Die Leute im Chor sind total nett, und es ist immer gut, aus dem Haus zu kommen. Als große Gruppe klingt das Stück, das wir singen, Karl Jenkins' "The Armed Man: A Mass for Peace," noch besser. An Karfreitag geben wir unser eigenes Konzert, und auch da entwickeln wir uns gut.

Es wird übrigens langsam aber sicher immer wärmer, heute, zum Beispiel, hätte ich durchaus ohne Schal das Haus verlassen können. Sommerjacke ist aber nicht drin. Und Donnerstag und Freitag soll's schneien. Dann ist ja auch April! Irgendwann is' gut.
Außerdem bin ich am Freitag doch auf ne Hochzeit eingeladen, und ich werde mein Kleid tragen (s.o., ist nicht sooo förmlich, die Zeremonie ist schon 5 Jahre her, aber die Party lies auf sich warten). Schnee wäre absolut nicht hilfreich!

Ich werd mich jetzt langsam Richtung Bett bewegen, und wünsche euch eine schöne Restwoche!

Liebe Grüße
Julia

Dienstag, 22. März 2011

Eine neue Woche, ein neuer Blog (na ja fast)

Hi!

Es war mal wieder eine spannende Woche ;-)

Ich hab letzte Woche vor der versammelten englischen Fakultät und den Master Studierenden im Colloquium meine Masterarbeit vorgestellt (also was ich vorhabe, und eine Kurzfassung eines bereits geschriebenen Kapitels), was sehr gut gelaufen ist.
Meine Erstleserin hat danach entschieden so ziemlich alles an meiner Arbeit zu ändern, aber jetzt, wo ich Zeit hatte, mich an die neue Struktur zu gewöhnen, find ich's gut! Allerdings ist die ganze Arbeit von den Ferien jetzt nur noch in Auszügen brauchbar.

Ich war am Samstag nicht in Providence, ich hatte zu viel zu tun, aber am Freitag war ich bei Kate (die auf einigen Fotos zu finden ist, z.B. als schwangere Nonne an Halloween) auf einer Party unter dem Motto "dress classy, drink trashy". Alle waren also schick gekleidet, Frauen in Kleidern, Männer im Anzug, und haben sich besoffen. Wobei der Sauf-Teil nicht unbedingt ausartete. Es war gut, raus zu kommen, und unter Leuten zu sein. Hat viel Spass gemacht.

Ich sag jede Woche, ab nächste Woche hab ich weniger zu tun, aber diese Woche glaub ich mehr dran!

Heute Abend war ich bei einem Vortrag meiner Zweitleserin für die MA Arbeit, für die ich heute eine Hausarbeit über Shakespeare fast zuende geschrieben habe, und ihres Mannes. Es ging um Shakespeare in Amerika, was auch der Titel eines Buches ist, das sie gerade zusammen schreiben. War interessant, und es ist sicher nicht unpraktisch, dort gesehen zu werden. ;-)

Morgen hab ich einen Zahnarzt-Termin (spannend, ich weiß). Mal schauen, ob die was gegen meine milden Zahnschmerzen tun können, bevor diese die Samthandschuhe ablegen...
Außerdem hab ich morgen eine extra-Chorprobe an einer anderen Uni, weil wir mit den Unis in der Umgebung zusammen ein Konzert geben, aber ich muss noch sehen, wie ich da hin komme...

Das ist auch eigentlich alles, was ich so zu erzählen hab!
Oh, das Wetter wird langsam besser! Letzte Woche hatte ich sogar einmal meine Sommerjacke an! Am Montag, Frühlingsanfang, übrigens, hat es allerdings geschneit... Es sieht so aus, als wird es langsam besser, aber im Moment könnte man meinen es wäre April, so vorhersehbar wie das Wetter ist.

Liebe Grüße
Julia

Sonntag, 13. März 2011

Eilmeldung: Studentin unter Büchern verschollen

Guten Tag!

Es geht mir gut, trotz Vernachlässigung dieses Blogs in der letzten Woche. Ich wollte nicht schon wieder einen Blog schreiben, in dem steht wie viel ich zu tun habe.

Stattdessen hab ich in meinen Frühlingsferien, die heute ihr Ende finde, 35 Seiten geschrieben. Die meisten davon sind sogar richtig gut!

Am Anfang der Ferien war ich mit Alex, Ryanne und Jason beim WooDaddy Waffle Brunch, wo der Syrup so präsentiert wurde:


Ich hab ne Waffel und Rührtofu gegessen, und den großteil eines Seitan Steaks, welches nicht schlecht, aber unerwartet groß war. Ich glaub, ich hab WooDaddy schon mal erwähnt. Die machen Waffeln und andere Frühstücksnahrung, und die meisten Gerichte sind auch vegan zu kriegen. Sie mieten die Küche in einem Pub hier in der Umgebung, Moinyhan's, und nutzen deren Räume. Jeden Sonntag gibt's Brunch von 11-16 Uhr. Etwas früher anfangen wäre meiner Meinung nach nicht schlecht...

Am Dienstag Morgen wurde Ryanne von ihrer Mutter abgeholt um die Ferien zu Hause zu verbringen. Abends hab' ich Alex das Kartenspiel Set beigebracht. Sie war am Ende interessiert, aber etwas frustriert, was zu erwarten war ;)
Sehr früh am Mittwoch Morgen ist sie dann auch nach Hause gereist, was erklärt warum ich so viel geschafft habe!

Am Mittwoch, zum Beispiel, hab ich mich in der Küche an einem amerikanischen Klassiker versucht: Veggie Pot Pie.



Davon hab ich Mittwoch und Donnerstag zu Mittag und zu Abend gegessen, und ich hätte gerne mehr davon gehabt. In diesem waren 8 unterschiedliche Gemüse, eine Soße auf Brühe/Mehlschwitze Basis, und ein bisschen "Käse-"soße. Alles umgeben von wunderbarer Short Crust Pastry, die ich auch für die vormals erwähnte Treacle Tart nutze. Da musste ich mir schon selber auf die Schulter klopfen, es war total lecker. Normalerweise ist sowas rund, aber ich hatte keine passende Form. Ich bin auch recht stolz darauf, dass ich per Augenmaß gekonnt die perfekte Menge Gemüse vorbereitet habe.
Das mach' ich sicher noch mal!

Freitag Abend war ich bei einem Chor Concert von Haydns "Schöpfung" - auf deutsch! Meine Shakespeare Professorin ist in dem Chor und hat Werbung dafür gemacht, und als die Studententickets dann auch noch für lau angeboten wurden, war klar, dass ich dabei bin.
Es war schön! Und erst das dritte Mal, dass ich in diesen Ferien den Campus verlassen hatte. Die anderen beiden Male war ich im Supermarkt.

Nächsten Freitag nehm ich mir glaub ich frei. Der Student Council bietet einen Gratis-Bus nach Providence an, und da war ich noch nie, also werd ich das wohl nutzen. Am Mittwoch stelle ich meine Masterarbeit im Colloquium im English Department vor, was verhältnismässig aufregend ist. Dienstag Abend machen wir Pizza zur Movie Night. Letztes mal hatten wir viel Spass mit Pizza, ähnliches wird wieder erwartet.
Ansonsten halten sich die Pläne in Grenzen. In spätestens 2 Wochen sollte ich weniger zu tun haben (wie gesagt, das ist jedenfalls der Plan).

Ich wär dann jetzt bereit für Ferien!

Liebe Grüße
Julia


P.S.: Regen ist super. Regen schmilzt Schnee. Langsam aber sicher kämpft sich der Frühling durch.
P.P.S.: Helau, Alaaf, interssiert hier keinen! Wunderbar! Das vermiss ich ja mal überhaupt nicht.

Montag, 21. Februar 2011

*schnee*tau*nass*frier*glatt*tau*nass*schnee*

Hallo!

Eine weitere spannende Woche im Leben der Julia S. ging gestern vorüber. Da ich diese und nächste Woche ein paar Essays und Referate habe, hab ich den Großteil dieser Woche an meinem Schreibtisch verbracht, was mir so gut gefallen hat, dass ich das nächste Woche direkt nochmal mache.

Am Freitag war ich mit ein paar Leuten aus dem Chor essen, was recht angenehm war. Mal andere Leute sehen und mehr über einander rausfinden war spannend. Und das Essen war auch gut.

Ich hab mich am Donnerstag mit meinem Thesis Advisor getroffen, also meinem Erstleser für die Masterarbeit. Es handelt sich hierbei um die Kontaktperson für Deutschland und Internationale Studenten überhaupt. Ihr Spitzname unter den Studenten ist Dragonlady, weil sie recht freigiebig mit konstruktiver Kritik ist. (Ihr gefällt der Name, er ist asiatisch und mittelalterlich, sie ist Koreanerin und Mediavistikerin.)
Jetzt hab ich einen Plan wann ich was schreibe, und wie meine Arbeit aussehen wird, und meine erste komplette Version der Arbeit wird Ende April fertig. So jedenfalls der Plan. Es könnte sein, dass sich die Geschichte etwas verzögert, weil ich noch keinerlei Sekundärliteratur gelesen habe. Ich hab aber immerhin schon eine recht lange Liste an Material, das ich noch lesen möchte!

In den letzen Tagen wurde es immer wärmer, man sah Menschen in Kleidern und Stiefeln, Menschen ohne Schals, ..... Menschen in Stoffschuhen, die es unter allen umständen vermeiden wollten ihre Schuhe nass zu machen. Letztere waren erstaunlich reizend, weil sie es, aufgrund starken Taus, unmöglich machten, pünktlich zur Uni zu kommen. Das Ballett über's Eis ist ja eine Sache, aber zaghaft von Stein zu Stein hüpfen, um bloss die jahreszeitlich unpassenden Schuhe nicht zu beflecken kostet den bestiefelten Studenten dahinter ganz schön viel Zeit.
Ich hörte vor kurzem das erste Mal wieder Vogelgezwitscher und die Hoffnung regte sich in mir, dass die warme Umarmung des Frühlings den Winter schmelzen würde (sülz) - doch heute Morgen sah ich aus dem Fenster und statt des unentschlossenen grau des Schnees vergangener Tage begrüßte mich ein warmes, weiches Weis - welches sich bei genauerer Betrachtung wahrscheinlich als kalt herausstellen wird.
Diesem Schnee kann man nur noch mit dem Flammenwerfer Herr werden...
Und morgen taut's und morgen Nacht frierts, und übermorgen früh ist alles wieder spiegelglatt.

Paul, der Freund von Alex, ist seit Mittwoch Abend hier. Das heißt, eigentlich ist er nicht soooo viel hier. Alex und Paul sind erst nach Vermont gefahren, und dann von einer "Party" zur nächsten. Am Samstag wollten wir eigentlich zusammen eine Brauerei besichtigen, aber da ich am Freitag nicht genug für die Uni geschafft hatte, bin ich stattdessen in die Bib gegangen. Für 6 Stunden. Ich weiß, dass das für viele Studenten normal ist, aber für mich ist sowas neu. Ich war immer ein zuhause-Lerner. Hier konnte ich gegen Mittag mein Essen in die Mikrowelle schieben und weiterlesen. Immerhin hab ich viel geschafft!
Das gleiche kann ich von Gestern behaupten. Ich bin zwar ähnlich gut beschäftigt, wie letztes Semester, aber ich hab das Gefühl ich bin besser vorbereitet und vergeude weniger Zeit im Internet. Außer wenn ich Harry Potter als Hörbuch höre... Aber immerhin kann ich behaupten, dass es sich dabei um Lernen handelt, weil es ja meine Primärliteratur für die Masterarbeit ist!

Heute schreibt mein Kunstgeschichte Kurs die erste Arbeit, was für mich bedeutet, dass ich ab heute Mittag 10 Tage Zeit hab 40 Klausuren zu berichtigen, neben meinen anderen Deadlines. Erstaunlicher Weise versetzt mich das nicht in Panik. Mal schau'n, wie ich auf den Stapel unlesbarer Arbeiten reagiere, wenn ich ihn in der Hand halte...

Das muss es für heute gewesen sein, ich muss noch ein paar Texte lesen, bevor die Uni anfängt.

Liebe Grüße
Julia

Dienstag, 25. Januar 2011

Zu spät, zu spät!

Da bin ich wieder!
Wie kommt meine Schwester nur darauf, dass ich zu viel zu tun hätte...?
Die Uni hat wieder angefangen, und da ich unbedingt Photos im Blog haben wollte, was etwas Zeit in Anspruch nimmt, bin ich letzte Woche leider nicht dazu gekommen. Dafür gibt's jetzt Photos!

Ich geh mal chronologisch vor und werde die neuesten Geschehnisse bis zum Ende dieses Eintrags für mich behalten. Here we go....

Irgendwann im Dezember, wahrscheinlich ne Woche vor den Ferien oder so, ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, hat der AStA hier eine kleine Feiertags-Feier Veranstaltet. Weihnachtsfeier ist politisch nicht wirklich korrekt, da ein großer Teil der Studierenden kein Weihnachten feiert. Wie auch immer, es gab Getränke und Essen für lau, daher waren Ryanne und ich natürlich dabei.

Es war im Großen und Ganzen nicht unbedingt so spannend, wie es hätte sein können. Fing sehr langsam an. Erst wurde behauptet, man müsse sich verhältnismäßig schick kleiden, und dann wurde doch jeder reingelassen. Komisches Volk. Wir hatten Spass, hätten den aber auch zuhause haben können, und der "Glühwein" machte von Weitem einen leicht verkochten Eindruck. Aber ein Paar Leute hab ich getroffen, die ich nicht so oft sehe, und es war insgesamt ganz lustig. Die Deko war eher minimalistisch. Neben nem Laser-Licht Ding haben die Organisatoren Fäden auf knapp über 2m durch den Raum gehängt, wo Zuckerstangen und Mistelzweige drangebunden wurden. War jetzt auch nicht so unbedingt beeindruckend, aber ne nette Idee.
Von diesem Abend also nicht ganz so viele Photos....

Stattdessen ein, wie ich finde, sehr geschmackvoll dekoriertes Haus bei mir auf der Strasse.

Die Amis haben ja bei uns häufig den Ruf schrecklich bunt und blinkend und mit aufblasbarem oder motorisiertem Gedöns zu dekorieren, was auch durchaus auf einige zutrifft, aber dieses fand ich mal gut gelungen.

In der politisch unkorrekt bezeichneten Vorweihnachtszeit gab es dann hin und wieder auch mal was umsonst. Besonders schön fand ich dieses Schild von Clarks jüdischer Studentenvereinigung:
Daneben standen dann zwei Schüsseln mit Chips und Salzstangen. "Möglich gemacht durch den Schöpfer des Universums". Schön.

Dann waren auch schon fast Ferien. In Cumberland hab ich kein einziges Photo gemacht.... Aber dafür in Wisconsin, wo ich Silvester mit
Lisa und Bryan verbracht habe.

In dem Pub in dem wir ware, war zwar weniger los als erwartet, aber wir hatten trotzdem Spass. Lisas Cousin und seine Freundin waren auch dabei, und als die Kellner dann die Hüte und Tröten verteilten, wussten wir, dass wir den richtigen Ort gewählt hatten.

Dann war ich ja noch in Chicago, mit
Alex, die mir, nach unserem zweiten Besuch im Kunstmuseum, im Millenium Park eine ganz neue Perspektive

gegeben hat. Besonders auf gigantische, verspiegelte Bohnen....

Wer hätte das gedacht.

Von beiden Trips habt ihr natürlich schon gehört, darum an dieser Stelle nur ein paar Photos.

Wovon ich auch schon gesprochen habe ist Schnee und dass ich den total toll finde. Ich glaube Ryanne ist nicht so ganz meiner Meinung...
Es ist reichlich kalt, und reichlich weiss. Es kommt auch jede Woche wieder was drauf. Mein Dozent, bei dem ich morgen einen Kurs habe, hat schon angekündigt, dass er vielleicht absagen muss, wenn das Wetter der Vorhersage folgt, was hier, in Bezug auf Schnee, bisher immer recht verlässlich war.

So sah's vor gut einer Woche bei mir vor der Haustür aus.

Und so sah ich vor gut einer Woche vor meiner Haustür aus.
Nachdem ich bereits durch kniehohen Schnee gestapft war und mit Ryanne ein Heißgetränk zu mir genommen hatte.

Womit wir bereits bei letztem Wochenende angekommen wären.
Am Freitag hat eine Kommilitonin, Emma, ihren 23 Geburtstag gefeiert. Thema der Party war "Tote Prominente". Eigentlich wollte ich als Audrey Hepburn gehen, aber jemand anders hatte das schon gewählt, und es sollten Doppelungen vermieden werden, daher bin ich stattdessen als
Albert Enstein gegangen. Dieses Photo ist nach der Party entstanden, und mein Kajal-Schnauzer ist nicht mehr ganz intakt, aber es war insgesammt recht überzeugend. Und die Party hat auch Spass gemacht. Ich war als eine der Ersten da, trotz einstündiger Verspätung, und als dann irgendwann auch Leute kamen, die ich kannte, wurde es zu nem richtig schönen Abend. Und die Verkleidungen waren natürlich auch toll!

Samstag hat dann Ryanne ihren Geburtstag gefeiert.
Sie hat eigentlich erst Montag Geburtstag gehabt, aber sie wollte nicht bis zum Wochenende danach warten, darum haben wir vorgefeiert.

Da ich mein Audrey Hepburn Kostüm fast vollständig hatte (minus Handschuhe und Lippenstift) hab ich mich entschieden an dem Abend im kleinen (zweiteiligen) Schwarzen aufzutauchen.
Der Rock gehört mir, das Top und der Schmuck Ryanne, und die Schuhe Alex. Letztere hat auch meine Haare gemacht.
Da ich nicht an Pfennig Absätze gewöhnt bin, und Alex und ich Schuhe komplett gegensätzlich ablaufen (ihr wisst schon, wenn die Sohle an einer Seite schneller abwetzt als an der anderen) fingen gingen meine Unterschenkel irgendwann in die Revolte, und ich wechselte in ein anderes Paar aus Alex' Schrank.
Dieser Abend war eine Karaoke Party, womit ich natürlich sehr viel Spass hatte. Auch angenehm waren die Kommentare, die mein Möhrenkuchen mit Zitronen-Buttercreme bekommen hat. Natürlich gänzlichst vegan.

Und guter letzt - und wirklich, wer hätte das noch erwartet? Kamen heute endlich meine Weihnachtsgeschenke aus Deutschland an!
Wenn auch nicht unbedingt in bester Verfassung....
Dann musste ich nur noch darauf warten, dass meine Eltern auf Skype online gehen, bis ich auspacken durfte. Yay! Weihnachten!

Zwischendurch hab ich irgendwann für meine WG Tofurky Tofu Truthahn gemacht, was erstaunlich gut angekommen ist. Außerdem hatte ich genug übrig um mehrere Tage Truthahn Sandwiches zu essen. Insgesamt ein erfolgreiches Unterfangen.

Am Sonntag war ich in einem lokalen Pub zum Brunch. Eigentlich gibt's da nur ganz normales Pub-Essen - Burger, Fritten, Nachos, sowas - aber an ein paar Abenden in der Woche und Sonntags von 11-16 Uhr bieten ein paar Clark Absolventen Waffeln an. Mit Sirup, oder Nutella, oder mit Hühnchen, oder mit Kichererbsen im Teig, oder so. Und ich hatte "Rühr-Tofu", was absolut super war, und ne Waffel mit Sirup und Margarine. Das ist keine schlechte Idee, statt nem Restaurant mit unheimlich viel Geldeinsatz mieten die ein paar Mal die Woche die Küche des Pubs. War sehr lecker, und wird wahrscheinlich bald wiederholt.

Was die Uni angeht war die erste Woche schon mal schön. Meine Kurse sind alle total interessant, und der eine ist auf jeden Fall nicht lang genug ;) Letztes Semester hab ich was über das 17te Jahrhundert, das 19te Jahrhundert in England, und Literaturtheorie gelernt, dieses Semester sind Modernismus, Shakespeare und Science Fiction dran. Da sag noch mal einer, ich könne mich nicht entscheiden!

Das soll's für diese Woche von mir gewesen sein. Ich hoffe, die vielen Photos machen die lange Wartezeit fast wieder gut!



Liebe Grüße!
Julia



P.S.: Hier ist es wirklich, WIRKLICH kalt, vor ein paar Nächten hatten wir -26°C. Es schwirrt ein Video durch YouTube - mittlerweile sogar mehrere Dutzend - wo kochendes Wassen durch kalte Aussentemperaturen in Schnee verwandelt wird. Verlinkt ist das erste, dass ich gesehen hab. Ein Kommilitone von mir und sein Mitbewohner haben das in Worcester ausprobiert, und je nachdem wie die Sicherheitseinstellungen des Mitbewohners sind, könnt ihr das Video hier auf Facebook sehen. Lange Rede, kurzer Sinn, es ist verdammt kalt hier. Super! ;)

Mittwoch, 12. Januar 2011

Eine Woche noch!

Hallo nochmal!

Wollte in einem eigenen Post meine letzte Ferienwoche besprechen.

Also unheimlich viel ist noch nicht passiert. Gestern hab ich mit Ryanne Kekse gebacken, und danach wollten wir zu einem Basketball Spiel meiner Uni. Dort angekommen mussten wir feststellen, dass das Spiel 2 Stunden nach vorner verschoben wurde und dementsprechend vorbei war. Wir haben gewonnen. Wir versuchen's nächstes Mal wieder...

Warum wurde das Spiel verschoben? WETTER! Es war für letzte Nacht und heute ein BLIZZARD angesagt! Ich bin mit 18 cm Schnee aufgewacht, und es schneit immer weiter. Ich bin auf Augenhöhe mit einem Dach und kann wunderbar beobachten, wie der Schnee runtergeweht wird. Super! Achtung - Schneeparty:

***SCHNEEschneeSCHNEEschneeSCHNEEschneeSCHNEEschneeSCHNEEschneeSCHNEEschneeSCHNEE***

Ich mag Schnee. Ich werde heute sicher irgendwann meine Schneeschuhe anziehen und mit einem dummen Grinsen im Gesicht durch den Schnee stapfen. Yay!

Wunderbar!
Als mir gestern und vorgestern alle erzählten, sie sind vielleicht heute nicht auf dem Campus wegen Wetter, und einige Geschäfte sind wahrscheinlich geschlossen wegen Wetter, und wir sollten nicht heute, sondern morgen nach Boston fahre, wegen Wetter, dachte ich sie übertreiben ein bisschen, aber heute kam tatsächlich der wunderbare Schneesturm. Es ist natürlich zu erwähnen, dass Neu England sich durch Schnee jetzt nicht unbedingt beeindrucken lässt. Die Strassen werden morgen wieder frei sein, und auch heute sind Autos unterwegs. Es scheint, als lassen die Menschen hier den Schnee heute einfach mal machen, und morgen geht's wieder normal weiter. Ist nur Schnee, das kommt im Winter vor. Da könnte die Deutsche Bahn was von lernen!

Also, wie gesagt, Morgen geht's dann nach Boston, und Sonntag wahrscheinlich noch mal. Ich hab frischen Ingwer im Haus, darum back ich vielleicht später noch mal Kekse, und ansonsten wird's ein gemütlicher Tag mit nem Buch und meinem Strickzeug (abwechselnd, gleichzeitig ist ein bisschen schwierig (hab übrigens 3 Paar Socken und nen Schal gestrickt, in diesen Ferien, aktuell arbeite ich an ner Mütze)). Photos werden auch hier nachgereicht. Ich hab heute keine Lust lange genug am PC zu sitzen, um die Vorzubereiten. Ich hab Lust auf 'ne Tasse Tee und auf aus-dem-Fenster-Starren :)

Mehr von mir demnächst. Die Uni fängt Dienstag wieder an, und ich versuche möglichst wenig zu tun, was damit zu tun hat...

Liebe Grüße
Julia

Dienstag, 28. Dezember 2010

Julia auf Reisen Teil 1: Cumberland, MD

Hallo zusammen!

Ich hoffe ihr hattet alle frohe Weihnachten!

Ich bin gerade bei meiner Mitbwohnerin Alex in Chicago angekommen, nachdem ich 10 Tage in Cumberland war.

Cumberland war super. Ich hab den Grossteil der Familie gesehen, und mich sogar mit einer Schulfreundin aus Allegany High getroffen, die ich seit 7 Jahren nicht gesehen habIch hab ueberhaupt keine Fotos gemacht... Aber schoen war's. Die ersten Paar Tage, Samstag bis Donnerstag, waren nur Sue, Keith und ich bei Franny, dann kam Candice dazu, am 25ten nachts kamen meine Cousine mit Anhang, und ein Cousin mit Frau und Kind, und am 26. Tante, Onkel und letzter Cousin.

Ich bin aktuell bei Alexs Mutter zuhause und werde etwas davon abgelenkt, dass ihre beiden Katzen auf meine Kommode gesprungen sind und die Deko anknabbern... Ok, Problem geloest. Bestechung lockt die Viecher raus.

Zurueck zum Thema... Meine Post aus Deutschland, die einen Monat vor Weihnachten abgeschickt wurde, ist nicht angekommen. Onkel Jimmz wird mir die Pakete nachsenden, ich werde meine Geschenke auspacken, die Geschenke fuer Blizzards einpacken, und nach Maryland und Alabama schicken. Wunderbar. Es lebe die Post und der Bombenterror. Da ich also keine Geschenke fuer die Familie hatte, musste ich an Heiligabend noch mal fix ins Einkaufszenrum, um wenigstens etwas unter den Baum legen zu koennen. Dort trafen wir auf Brendan, einen Kindheitsfreund meiner Cousins und Cousinen (besonders Ian). Er machte insgesamt einen mueden Eindruck, aber war sehr nett. Es stellte sich heraus, dass er der Gitarrist der Band Circa Survive ist, die einen Plattenvertrag hat und weltweit tourt. Daher der muede Eindruck.
Abends sind wir zu Keiths Bruder gefahre, um Heilig Abend zu feiern. Am 25ten gab's dann Geschenke. Insgesamt war's ein angenehm ruhiger Besuch. Ich hab 2 Paar Socken gestrickt und arbeite gerade an einem fuer Keith. Ausserdem hab ich ein Buch zuende gelesen und Sudokus geloest. Eine angenehme Abwechslung vom Stress der 2 Wochen davor.

Morgen fahr ich nach Madison zu Lisa, wo ich Silvester verbringe, und danach geht's zurueck nach Chicago. Ich hab bestimmt zwischendurch noch mal Internet zum updaten, aber versprechen kann ich's nicht. Falls ich's nicht vorher schaffe, wuensche ich vorsorglich schon mal einen guten Rutsch.

Das soll's fuer heute gewesen sein. Es ist relativ spaet und ich muss morgen reisen.

Liebe Gruesse
Julia

P.S.: In Cumberland lagen ein Paar Centimeter Schnee im Garten, aber es schneite nicht. In Chicago liegt mehr Schnee, aber es schneit nicht. Das ist insgesammt reichlich unbefriedigend.

Freitag, 17. Dezember 2010

Kurze Nachricht vor den Ferien

Hallo ihr Lieben,

Ich habe heute meine letzen Hausarbeiten abgegeben und die übrigen Klausuren korrigiert, und muss jetzt nur noch packen, bevor ich endlich nach Boston fahre, von wo ich morgen nach Cumberland fliege.
In dieser Woche hab ich nur gearbeitet, damit ich alles fertig kriege, dass war nicht schön. Dementsprechend ist diese Woche auch nicht sonderlich viel passiert... Aber jetzt ist endlich alles geschafft und ich kann Ferien machen.

Hier schneit es immernoch nicht genug um liegen zu bleiben, soll sich aber Montag ändern. Das lässt mich allerdings kalt (haha), weil ich dann in Cumberland bin, da ist schon Schnee.
Ich weiß nicht, ob ich in Cumberland Internetzugang habe, oder nicht, darum kann es sein, dass ich vor Weihnachten nicht noch mal schreiben kann, darum wünsche ich für alle Fälle schon mal ein frohes Fest.

Geht noch mal alle über den Weihnachtsmarkt, vorzugsweise Osnabrück, und freut euch, falls ich vorher nicht mehr ins Netz komme, schon mal auf Weihnachtliche Fotos nach dem Fest.

Ich entschuldige mich für die Kürze, aber Jason und Ryanne warten, die nehmen mich mit nach Boston.

Liebe Grüße,
Julia

Dienstag, 7. Dezember 2010

*humpf*

Nur zur Kenntnisnahme: laut weather.com haben wir -5°C, die sich wie -12 anfühlen. Was haben wir nicht? Schnee.

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Herbst, Herbst, Herbst

Ich wünsche einen angenehmen Herbst.

Die Zeit von "mehr Stress als sonst" ist vorbei. Jetzt hab ich wieder genauso viel Stress wie vorher. Super. Aber besser.

Dieser Post wird fotoreich, aber nicht wortreich.

Zunächst ein paar, quasi nachgereicht, von unserem Trip zu The Big E.

Jeder der auststellenden Staaten hatte ein eigenes Gebäude, und wir stehen vor dem Massachusetts Building. Das Wetter war unerwartet gut.

Es gab auch ein internationales Haus, und, neben ein paar weiteren Themenhäusern, dies:


Das sieht in der Vergrößerung wahrscheinlich noch besser aus. Dieses singende Gemüse fand sich im Agriculture House (in welchem natürlich noch mehr passierte). Man beachte den rappenden Brokkoli.

Und dann, nachdem wir den ganzen Tag auf den Füßen waren, kam der Höhepunkt:
Fußmassagegeräte! Wie auf Wolken bin ich gelaufen!

Gut, ich hab halt nicht viele Photos gemacht. Und die von Alex hab ich noch nicht. Es gab Unmengen zu sehen, sonst hätte ich mehr Zeit für Photos gehabt, aber immerhin.

Es herbstet unheimlich in Worcester. Damit einher geht, dass sich das Wetter nicht entscheiden kann. Mal regnet es in strömen, mal strahlt die Sonne nur so, mal geh ich ohne Jacke aus dem Haus, und mal renn ich wieder rein, um meinen Wintermantel zu holen. Ich trag im Moment immer einen Schirm mit mir rum. Allerdings nicht immer wasserfeste Schuhe...
Wie dem auch sei, Herbst in Neuengland bedeutet Indian Summer. Das wiederum bedeutet Photos. Verhältnismäßig unkommentiert.



Auf dem Campus Green, mitten auf meinem Campus:



Das Zentrum meines Campus:


Zwischendurch war es sehr windig, darum wurden einige Bäume der meisten ihrer Blätter bereits entrissen. Oder andersrum. Oder so.


Zwischendurch, um der Chronologie der Fotos treu zu bleiben, finden sich auch wilde Tiere der nicht unbedingt putzigen art.
Dieser Habicht, an dem ich viel zu nah dran war, saß vor einem Haus auf meinem Weg zur Uni. Als ich mit Fotografieren fertig war, hat er sich wieder auf gemacht, um dann vor'm Englischen Semiar auf einem Baum zu sitzen, damit ich ihn noch andern zeigen konnte. Recht beeindruckendes Tier!

Zurück zum Herbst. Das hier ist wieder der Baum vom Campus Green,
'ne Woche später und ungefähr 135° gegen den Uhrzeigersinn weiter.

Und zu guter Letzt, ein roter Baum auf dem Red Square.
Bin ja nicht oft neidisch auf Freud, aber jetzt...

Wenn man die Straße runterläuft knirscht es so schön unter den Schuhen, die Sonne strahlt durch die Blätter, wunderschön. Sogar bei regen!

So. Das war quasi die erste Hälfte. Ich hab noch mehr zu erzählen (eigentlich hab ich ja auch gar nichts erzählt. Ich hab überhaupt was zu erzählen!), aber das kommt im nächsten Post. Da kommen auch wieder viele Photos rein, die sind schon vorbereitet (verkleinert, umbenannt, etcetera).

Weil es so viele Photos sind, möchte ich lieber zwei Posts draus machen. Das heißt auch, dass ich jetzt erstmal aufhöre. Der zweite Post wird noch innerhalb dieser Woche kommen (in diesem Fall heißt das vor Montag, meine Zeit)!

Bis Dann!

Liebe Grüße
Julia

Donnerstag, 23. September 2010

Geburtstag - Nachher und Haustiere

Hallo Zusammen!

ich entschuldige mich für die Verspätung des Geburtstagsblogs. Da ich an ebendem Tag nichts für die Uni getan habe, musste ich am Sonntag viel nachholen (sprich: den ganzen Tag lesen. Und ich meine den ganzen Tag! (von einer Stunde bei Trader Joe's mal abgesehen) Bis ich am Montag das Buch online als Hörbuch gefunden hab - Lebensretter!).

Aber jetzt (wo ich eigentlich auch lesen sollte) nehm ich mir etwas Zeit.

Also, mein Geburtstag war total klasse. Nicht nur hab ich morgens Kaffee und Kuchen in Greven gehabt, nein, ich hatte einen insgesamt tollen Tag. Meine Mitbewohner und ich haben den (Vor-)Mittag in der Küche mit Kuchenbacken verbracht, und den Rest des Tages haben wir uns eigentlich nur auf den Abend vorbereitet.

Ich musste zum Beispiel das Chili, das ich am Vorabend gekocht hatte, abschmecken.


Ich hatte gehofft, dass ich was über behalte, dass ich dann einfrieren kann, aber leider war mein Chili sehr beliebt ;-)

Während meine Mitbewohner einen deutschen Apfelkuchen backten, fabrizierte ich einen Chocolate Silk Pie, den ich später dekorierte, als meine Mitbewohner Alkohol kaufen waren.
Ahh, Ohh. Ich bin recht stolz drauf. Man bemerke, dass jede Blaubeere mit der gleichen seite nach oben zeigt. Eine Vergrößerung lohnt sich hier.

Ich hatte von der Tradition mit dem Schachtelkranz erzählt, und meine Mitbewohner haben Schafteln eingewickelt und auf dem Tisch verteilt.


Außerdem bewundere man den Kuchen. Mittig findet sich der Apfelkuchen, den wir kurz vorm servieren noch mal in den Ofen geschoben haben, damit er warm ist. Rechts ein Schokoladenkuchen, den mir zwei Kommilitonen mitgebracht haben. Leider nicht vegan, aber bei den übrigen Gästen recht beliebt.

Dieses Foto hat Seltenheitswert, da es alle meine Mitbewohner zeigt.

Ryanne, Alex und Nancy, alle gebannt auf Ryannes Tür starrend.

Hier der Beweis: Ich hatte auch Gäste, die nicht bei mir wohnen.

Auf diesem Foto finden sich 2 Englishstudenten, 2 Deutsche, eine Mitbewohnerin, und einmal Anhang. Es gibt Überschneidungen bei Deutschen und Englishstudenten.

Ryanne hatte ein paar ihrer Freunde, die ich vorher mal kennengelernt hatte, eingeladen, mit denen ich ebenfalls viel Spass hatte.
Hier zum Beispiel Kate. Die Tür links führt übrigens zu Ryannes Zimmer, während die Tür hinter mir in meins verbirgt.

Ein weiteres Foto mit Seltenheitswert:


Ich, Alex, Ryanne UND Jason (anscheinend in abnehmender Größe, was nicht ganz korrekt ist, weil Jason ein bisschen größer ist, als Ryanne).


Ich hatte einen sehr schönen Abend und bereue nichts. Da wir nicht genug Geschirr und Besteck für so viele leute hatten, haben wir Plastik und Pappe benutzt. Dadurch war die ganze Geschichte in ner halben Stunde aufgeräumt. Super! Morgens nicht zum Chaos aufwachen!

Soviel zu meinem Geburtstag. Ich bin sehr zufrieden ins Bett gegangen und konnte am nächsten Tag Kuchen frühstücken.

Die Woche war verhältnismäßig unspektakulär. Ich hab in letzter Zeit irgendwie Kopfschmerzen, was mich etwas vom Lesen abhält (nicht hilfreich, hab ich überhaupt keine Zeit für), und ich war seit letzer Woche Dienstag 2 Mal im Fitti und 2 Mal im Pool, einmal sogar beides nacheinander, was besonders geil ist. Dummerweise hab ich mir letzte Woche ne riesen Blase an der Ferse gelaufen, die mich vom Laufband fernhält. Aber nicht vom Fahrrad, von den Geräten zum Muskelaufbau, oder vom Pool.

Clark hat ein Symposium, das "Difficult Dialogues" heißt, und für das manchmal Filme gezeigt werden. Gestern war's Terry Gilliams Brazil, den ich ja schon für meine BA Arbeit sehen wollte. Einige English Master sind hingegangen. Am Anfang fand ich den Film toll, aber irgendwo in der Mitte hat er mich verloren. Danach bin ich zum "general interest meeting" von savvy gegangen (student association of vegan and vegetarian youths), das aufgrund der späten Stunde nicht so gut besucht war. Nächstes mal wird's besser liegen.

Als ich dann zuhause ankam, wurde ich sofort von meinen Mitbewohnern umlagert: "Hast du meine SMS gekriegt? Lies sofort deine Nachrichten!" Wir haben ein Haustier. Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass wir mehrer haben. Mäuse. Die erste fand sich in Ryannes Zimmer, die nächsten beiden (wobei eine aus Ryannes Zimmer sein könnte) in Nancys, die leider Angst vor Mäusen hat. Ich hab eine Lebendfalle gebastelt, mal sehen, ob das funktioniert. Nancy hat Physical Plant angerufen, und die werden wahrscheinlich mit ganz normalen Todesfallen anrücken. Ich muss sagen, dass mich die Mäuse weniger stören, als die Vorstellung ihres gewaltsamen Todes.
Es wird und wird einfach nicht langweilig.

Dieses Wochenende haben wir ausnahmsweise mal keine großen Pläne. Ich glaube, Ryanne und Jason nehmen mich mit nach Starbucks, um mir einen Geburtstagsfrappucino zu kaufen. In Deutschland behaupten die Starbucksmitarbeiter, dass es chemisch nicht möglich ist, Frappucinos vegan herzustellen, in den USA sind "Soy Frapps" der absolute Renner...

Mal schauen, was aus unseren Mäusen wird. Ich werd mir gleich was kochen, und mich dann auf meine Arbeit stürzen. Heute Abend ist unser wöchentlicher Videoabend. Normalerweise kochen wir dann immer zusammen, aber diese Woche haben wir nicht genug, um eine Mahlzeit für alle zu machen, ohne einkaufen zu gehen, darum kocht jeder für sich, aber wir essen zusammen und gucken einen Film.

Morgen hab ich einen Auftritt mit dem Chor. Dafür musste ich mir eine schwarze Hose von Alex leihen, weil ich meine alle in Greven gelassen hab. Die ist ein bisschen eng, aber für 2 Stunden passt das schon.

Ich wünsche ein schönes Wochenende!

Liebe Grüße
Julia

P.S.: Zwischenzeitlich war's hier ziemlich kalt (an meinem Geburtstag warens 15 Grad), aber gestern hat der Indian Summer angefangen, und wir sind wieder in den Mitt-Zwanzigern!

Donnerstag, 2. September 2010

"Jede Woche" heißt nicht "alle sieben Tage"

Guten Tag.
Also, das Erste mal zuerst. Ich hab beschwerden gekriegt, weil ich "sooo lange" nicht mehr gepostet habe. Ich bin seit 3 Wochen hier, und hab schon 4 Posts geschrieben, dies ist der 5. Ergo hab ich noch 2 gut. ;-)

Gut, bin ja wieder hier. Sogar mit Photos! Aber dazu später.

Ich war im Fitti. Davon hab ich Blasen an den Füßen gekriegt. Kann man mal sehen, wie oft ich die Sportschuhe, die ich in Harrogate gekauft hab, schon anhatte. Am Tag danach war ich wieder im Fitti, aber ich konnte nicht so lange auf's laufband, wie ich wollte, wegen der Blasen, darum hab ich mich von den Cardiogeräten abgewand um mich den Gewichten und zugehörigem Gerät zu widmen. Hier stellte ich einen seltenen Anblick dar. Die Männer dort wussten anscheinend an diesem wohl heiligen Ort mit meiner Spezies nichts anzufangen. Es gab konfuse Blicke, aber niemand traute sich zu fragen, ob ich mich verlaufen hab. Falls das zu subtil war: ich war die einzige Frau in dieser Männer Domäne und hab eizig durch meine Anwesenheit einige Leute aus dem Konzept gebracht (und an meiner umwerfenden Attraktivität kann's in DEM Aufzug sicher nicht gelegen haben). Die haben genau gesehen, dass ich nicht immer wusste, wie die Geräte funktionieren, aber mal ein Wort sagen? Um Gottes Willen!
Wie auch immer, meine Arme und mein Rücken hassten mich dafür. Aber ich glaube, sie haben mir mittlerweile verziehen.
Da es hier im Moment wieder um die 30 Grad ist, haben wir den Pool für uns entdeckt. Clark hat einen. Da kann man Bahnen schwimmen, und das haben wir diese Woche 2 Mal gemacht, einmal direkt nach unserem Cardio Training, was besonders geil war.

Am Montag bin ich zu einer Chorprobe gegangen und bin seit dem Mitglied im Clark Concert Choir. In 3 Wochen haben wir unseren ersten Auftritt. Ich brauch irgend was neben der Uni, wo ich Leute treffe, die nicht mit mir studieren, und wo ich nicht total verdumme, da dachte ich, so'n Chor wär ne gute Sache. Ryanne macht ab nächste Woche auch mit.

Am Wochenende wollten Ryanne, Alex und ich eigentlich mit dem Outing Club hiken gehen, aber die werden von den Undergraduates (Bachelor-Studierenden) finanziert, und können nur Graduates mitnehmen, wenn keine Undergrads mehr mit möchten, und hatten leider keinen Platz mehr für uns. Da sind wir einfach selber losgegangen.
Und zwar zu Purgatory Chasm (Purgatory = Fegefeuer).


So lernt ihr auch mal meine Mitbewohnerinnen kennen!


Dieses Photo stammt vom Anfang der Reise. In der Mitte ist Alex und rechts steht Ryanne. Ihr Freund Jason war auch dabei und hat das Photo gemacht.

(Jason hier im Bild links) Wir sind da also für ne Stunde durch den Wald gestapft, und um den tatsächlichen Chasm (dt. Erdspalte, Schlucht) drum rum gelaufen.
Es war eine gute Entscheidung da hin zu fahren. Nicht nur war es fast komplett schattig, nein, wir haben auch noch auf dem Hinweg ein Eis gegessen.

Über kurz oder lang kamen wir aber doch am Chasm an. Hier Ryanne und Jason beim erklimmen der Felsen.


(Man bemerke, dass ich bereits oben bin, ich hab das also auch gemacht.

Und sie sind tatsächlich angekommen!

Man ignoriere die kleinen Kinder. Es war tatsächlich nicht sonderlich aufwändig. Im Grunde genau die richtige Herausforderung für einen heißen Tag.

Und ein Nachher- Photo. Im Sitzen.

Hat Spass gemacht!

Danach hab ich mich wieder meinen Büchern gewidmet. Uni hier ist wesentlich leseintensiver als in Deutschland! Mein Stapel Bücher für die fisselligen 4 Kurse, die ich hab, ist fast so hoch wie mein Schreibtisch. Und drei davon muss ich quasi bis nächste Woche lesen. Das wird ein paar Wochen dauern, bis ich richtig drin bin, aber ich glaube, dass ich unheimlich viel mitnehmen werde, darum ist das schon ok.

Ich hab mittlerweile 3 Mitbewohnerinnen. Nancy aus China leidet allerdings noch etwas unter Jetlag (12 Stunden Zeitverschiebung ist hart). Macht aber soweit nen netten Eindruck.

Heute haben wir WG Video Nacht. Das wollen wir mindestens alle 2 Wochen machen. Wir kochen gleich was zusammen, und dann gucken wir nen Film.

Hab sicher irgend was wichtiges vergessen, aber ich muss jetzt in die Küche.

Bis zum Nächsten Mal!

Liebe Grüße

Julia

P.S.: Hab heute die Küche mit Keksen eingeweiht, die an alle gingen, die hier bisher toll waren (die IT Leute, die Handwerker, mein Boss (der übrigens total nett ist, und mich mit frischem Gemüse aus dem Garten seiner Frau versorgt!)). Sind super geworden, und ich musste ein paar mal das Rezept rausgeben!

Montag, 23. August 2010

Week One

Ich wünsche einen wunderschönen guten Tag.

Heute hat für mich die Orientierungswoche begonnen. Ich hab die übrigen (12) Masterstudenten kennengelernt und die ersten Infos zum M.A. Programm erhalten. Das war zwar verhältnissmäßig informativ, aber nicht sonderlich spannend.

Die Woche vorher hatte da schon mehr zu bieten!
In meinem Zimmer hat sich sehr viel getan! Meine Fenster wurden repariert, mein Schrank auch, meine Steckdosen wurden überprüft, die Löcher in den Wänden wurden zugespachtelt und - man höre und staune - mein Zimmer wurde anschließend komplett gestrichen! Das heißt, ich kann endlich anfangen vernünftig zu dekorieren! Ales ist fertig! (Wenn nicht Freitag Abend die Jalousie vom Fenster gefallen wäre.... Liegt jetzt auf meinem Fußboden. Da kommt demnächst einer, und repariert das...)

Außerdem hab ich jetzt 2 Mitbewohner! Die Zweite hat im Bachelor Deutsch studiert und fragt mich immer mal wieder nach Vokabeln. Eine ist also sehr stolz auf ihre deutschen Wurzeln, und die andere hat's studiert. Die dritte Mitbewohnerin, die noch nicht hier ist, ist Asiatin und wird sich wohl erst dran gewöhnen müssen....

Ich war Freitag Abend mit Ryanne (mit den deutschen Wurzeln) und ihrem Freund Jason Pizza essen (bei Fantastic Pizza nebenan), und Samstag mit Alex (-andria, ehem. Deutschstudentin) in den Shoppes at Blackstone Valley shoppen. Gestern haben wir uns in Jasons Auto gequetscht und sind zu Trader Joe's gefahren (ein Aldi-Ableger, der aber ganz - ganz - anders ist). Da kann man als Veganer super einkaufen! Überhaupt hab ich hier bisher noch kein Problem gehabt. Die Pizzaria und der Chinese nebenan haben beide einiges für mich auf der Karte, und meine Küche ist auch ganz gut ausgestattet (wenn ich sie ausstatte. Mir fehlen noch ein paar Basis-Sachen, aber ich koche eigentlich mindestens einmal täglich).

Gleich gehen wir drei - man höre und staune abermals - ins Fitness Center. Das ist für Ryanne normal, und Alex war nur noch nicht da, weil sie ihre Student ID Karte noch nicht hat und darum einen Clarkie braucht, der sie als Gast mitnimmt, aber für mich wird das nach langer Abstinenz das erste Mal sein, dass ich Cardiotraining mache (Training überhaupt, aber immerhin weiß ich, welche Gerätegruppe für Cardiovascular Training benutzt wird).
Wir kommen sehr gut miteinander aus. Ich hoffe, meine dritte Mitbewohnerin ist ähnlich nett.

WICHTIGE INFORMATION: Ich habe seit heute eine AMERIKANISCHE HANDYNUMMER, die ich gerne rausgebe, aber nicht im Blog posten werde.
Da dies mit einer neuen Simkarte, nicht aber mit einem neuen Handy einhergeht, ist meine DEUTSCHE HANDYNUMMER AB SOFORT NICHT MEHR ZU ERREICHEN.

Wer mir also hin und wieder eine SMS schicken möchte (was so oder so für beide verhältnismäßig teuer ist), muss dies jetzt auf meine amerikanische Nummer tun.
Ich hab eine kleine Änderung an meiner Adresse vorgenommen, allerdings kommt Post auch an die vorher gepostete Adresse an. Nur zur Sicherheit steht Clark University jetzt auch mit drin.

Am Samstag, als ich shoppen war, war das Wetter noch super, aber seit Sonntag ist hier bestes Münsterwetter. Das ist an sich natürlich kein Problem. Allerdings wären wasserfeste Schuhe möglicherweise eine gute Investition gewesen. Das mach ich dann im Laufe der Woche. Ich brauche anscheinend auch Schneeschuhe (aber nicht akut!), und Gummistiefel. Warm und wasserfest sind wohl insgesamt keine schlechten Eigenschaften für Schuhe.

So, das solls auch schon wieder gewesen sein. Ich geh in ner Stunde ins Fitti und muss jetzt erstmal gucken, ob ich für solch ungewöhnlichen Anlässe überhaupt die notwendige Ausrüstung habe ;-)

Liebe Grüße
Julia

Dienstag, 17. August 2010

Mit Bildern!

Hallo zusammen!

In meiner ersten Woche hier habe ich quasi nichts fotographiert. Was ich allerdings festgehalten habe, ist das Haus in dem ich wohne. Lo and behold:

Da der Baum direkt vor dem Haus steht, ist es recht schwierig ein Photo zu machen, auf dem der Baum nicht ist... Die Fenster links in der Mitte gehören zu mir. Ist übrigens Südseite. Eins der Fenster kann ich sogar raus nehmen, aber ich glaub nicht, dass das der Sinn der Sache war. Werd das heute Abend mit meinem Resident Assistant (jaha!) mal klären. An der linken Häuserwand hab ich auch noch 2 Fenster. Bin die einzige in meiner 4er WG mit zwei Fensterwänden!

Sehr bald habe ich mich auf die Suche nach Einkaufsmöglichkeiten gemacht. Nachdem ich rausgefunden habe, dass die Busse direkt vor meiner Haustür halten, und recht regelmäßig fahren (wie der Halleysche Komet), hab ich mich in einen gesetzt, der mich direkt vor


abgesetzt hat. Schrecklicher Laden. Im Laufe der folgenden Tage habe ich dann weitere Lebensmittel- und Drogerieartikelquellen aufgetan, so dass ich nicht unbedingt auf WalMart angewiesen bin. In der nähe (und mit Einkäufen vielleicht nicht mehr ganz "zu Fuß zu erreichen") gibt es einen Whole Foods store, in dem ich meinen veganen Gelüsten frönen kann. Allerdings gibt's Sojaprodukte und (man höre und staune) veganen Käse in jedem größeren Supermarkt. Da steh ich jetzt mit nem Kühlschrank voller teurer Produkte, die ich in Deutschland auch nicht gebraucht hab. Nach diesen Impulsivkäufen, werde ich mich wahrscheinlich eher wieder zurück halten. Hab sogar deutsches Vollkornbrot und die RitterSport, die ich so gerne esse, gefunden. Zu horrenden Preisen, versteht sich. Mal sehen, ob ich mich nicht doch lieber anpasse, was z.B. das Brot angeht (wer schon mal hier war, weiß, dass das keine einfache Entscheidung ist).

Dann hab ich plötzlich (gestern) angefangen, Photos zu machen! Woran lag's?

(hi) Besuch. Sonja aus der Fachschaft hat in den letzten 8 Wochen in einem Summer Camp in der Umgebung gearbeitet, und ist an ihrem letzten Tag in Mass. (häufig verwendete Abkürzung für Massachusetts) hier vorbei gekommen! Und weil sie ständig angehalten hat um Photos zu machen, habe ich das auch getan. Daher könnt ihr jetzt meine Gegend bewundern, der Dank gebührt ganz Sonja.

Als erstes habe ich ihr Anderson House gezeigt.

In diesem schnuckeligen Einfamilienhaus ist das Englische Seminar untergebracht. Hier, einen Steinwurf von meiner Wohnung entfernt, werde ich die meiste Zeit verbringen, sobald das Semester richtig anfängt (in 2 Wochen).

Außerdem ist Clark U unverhältnismäßig stolz darauf, dass Sigmund Freud, der nur einmal in den USA Vorlesungen gehalten hat, das ausgerechnet hier gemacht hat. Wahrscheinlich sogar genau hier:

(naja, wahrscheinlich nicht.) Es handelt sich hierbei um die einzige Statue auf dem Campus. Der Gründer von Clark selbst (ich glaube Jonas Clark) wurde nich mal verewigt, aber Freud. Dafür hat Clark aber sein eigenes Gebäude.

So wie übrigens auch Goddard:
Der hat, um genau zu sein, sogar die Bibliothek.

Kneller hingegen, hat das Sportzentrum:
In welchem ich plane mich regelmäßig aufzuhalten (guck, Halleyscher Komet wieder)

Ich bin mit Sonja dann außen am Campus weitergegangen, wo sich der University Park befindet.
Kann jetzt nicht so ganz mit Aasee mithalten, aber trotzdem nicht schlecht. Und, egal wen man fragt, zu Fuß erreichbar!

Der Park befindet sich auf der
Main Street. Hinten im Bild links sieht man mein Haus. Weiter vorne, direkt hinter der schrecklichen Leuchtreklame, befindet sich ein Café, in dem wir uns vor dem Regen (der natürlich pünktlich zu Sonjas Ankunft in Form eines Gewitters auf uns herein brach...) schützten (bei Kaffee, Kakao und Kuchen), das Acoustic Java, übrigens extrem (veganer)freundlich. Mein neues Lieblingscafé!

Ich muss jetzt unbedingt anfangen zu dekorieren. Nachdem ich alles durchgewischt habe (dass hier sauber gemacht wurde, halt' ich für'n Gerücht), habe ich mittlerweile ausgepackt. Ich war die ganzen letzten Tage unterwegs, mit dem Bus und zu Fuß, und mache heute einfach mal nichts dergleichen. Vielleicht geh ich zum Sportzentrum und lass mich da registrieren, mal gucken.


Für heute soll's das auch schon wieder gewesen sein! War schön, dass Besuch aus Deutschland da war, aber ich erwarte nicht, dass sich das noch oft wiederholen wird. Bis auf das Gewitter (und viel zu hohe Luftfeuchtigkeit vorher) hatten wir bisher nur gutes Wetter, auch heute, obwohl im Moment wolkig, ist vielversprechend.

Bis zum nächsten Mal! (Die Einträge werden übrigens nicht immer so lang, also besser nicht dran gewöhnen. Es wird eine Zeit kommen, in der ich weniger Zeit habe. Und das ist auch gut so.)

Liebe Grüße
Julia